Therapeutisches EMS Training – Sinn, Unsinn und Erfahrungen

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Therapeutisches EMS Training – Sinn, Unsinn und Erfahrungen

EMS Training kommt aus der Physiotherapie. Hier wird es seit Jahrzehnten „lokal“, d.h. immer an einem einzelnen Muskel oder an einem Teil vom Muskel angewandt. Seit einpaar Jahren wird das EMS Training auch „global“, d.h. als Ganzkörpertraining in der Therapie eingesetzt. Daher auch der Name „Therapeutisches EMS Training“.

Wir haben seit 2016 das therapeutische EMS Training im Einsatz und wollen in diesem Artikel über die sinnvolle Nutzung, wann das therapeutische EMS Training keinen Sinn macht und einen allgemeinen Rückblick sprechen.

Sinnvoller Einsatz für Patienten und Kunden

Therapeutisches EMS Training kann man sehr gut zur Unterstützung des Muskeltrainings einsetzen. Am besten kann man es bei Gelenkbeschwerden nutzen, da durch die Aktivierung der Muskulatur durch Impulse kein Zusatzgewicht für das Training notwendig ist.

Therapeutisches EMS Training ist außerdem auch bei schlechter Koordination und Beweglichkeit möglich und man kann damit sehr effektiv die Tiefenmuskulatur trainieren. EMS Training kann außerdem zu Schmerzlinderung (analgetische Wirkung), zur Verbesserung der Durchblutung (hyperämisierende Wirkung) und zur Entspannung der Muskulatur (detonisierende Wirkung) führen.

Wann sollte man das EMS Training nicht nutzen

Wenn man sich allgemein beim Training mit dem Strom unwohl fühlt, dann sollte man es auch nicht weiterführen. Jede Art von Sport ist Geschmackssache, so geht nicht jeder gerne Joggen, Klettern oder “Pumpen“ im Fitnessstudio. Bei Schmerzen währen / nach dem EMS Training raten wir von einer Weiterführung des Trainings ab. Muskelkater gehört jedoch, vor Allem nach den ersten Trainingseinheiten, dazu. Bei starken Organischen- oder Hautreaktionen sollte man abwägen was die Gründe dafür sein könnten. So hatten wir schon einmal eine Patientin, die regelmäßig bei uns trainiert hat, dann zwei Wochen erkältet war und als sie nach der Erkältung wieder mit dem Training angefangen hat einen Hautausschlag hatte. In diesem Fall war ihr Körper nach der Erkältung einfach noch sehr sensibel, denn nach einer Woche gab es nach dem EMS Training keine Probleme mehr.

Warum das EMS Training in der Physiotherapie immer beliebter wird

Als letztes gibt es einige allgemeine Kontraindikationen für das EMS Training. Bei Fieber sollte man nicht trainieren (auch bei herkömmlichen Sport nicht). Bei Schwangerschaft und einem Herzschrittmacher ist EMS Training ebenfalls Tabu (wobei das EMS Training derzeit in einigen Studien an Herzpatienten getestet wird). Wir empfehlen bei therapeutischem Einsatz des EMS Trainings immer erst einen Arzt zu konsultieren und sich ggf. eine Zweitmeinung einzuholen.

Erfahrungen nach einem Jahr

Nach fast zwei Jahren im Einsatz des therapeutischen EMS Trainings haben wir 4 Entscheidende Vorteile gegenüber einem klassischen EMS bzw. Krafttraining zusammengefasst.

  1. Durch das 1:1 beim therapeutischen EMS-Training wurden viele Übungen besser/ gesünder ausgeführt und konnten auch später im klassischen 1:2 EMS Training zielführender/ gesünder ausgeführt werden.
  2. Durch die besonders intensive Kontrolle eines Physiotherapeuten und den anders modulierten Strom (als beim klassischen EMS Training), war das Training meist überdurchschnittlich anstrengend (falls nicht anders gewünscht).
  3. Durch die therapeutischen Übungen konnten Muskeldysbalancen und Koordinationsstörungen effektiv verbessert/ beseitigt werden.
  4. Bei unseren Patienten kam es zu einem besseren Verständnis der Übungen durch Hinweise warum man diese Übungen so ausführen sollte und warum nicht anders und damit zu einem besseren Trainingsergebnis.

Unterschiede zum klassischen EMS Training

Der Vollständigkeitshalber haben wir hier die Vorteile des therapeutischen EMS Trainings gegenüber dem klassischen EMS Training zusammengefasst.

  1. Therapeutisches EMS Training findet immer 1:1 mit einem Physiotherapeuten statt.
  2. Die Übungen sind stets physiotherapeutisch bzw. sportmedizinisch basiert und zielen ganz individuell auf die Bedürfnisse des Patienten ab.
  3. Die Gesundheit steht beim therapeutischen EMS Training im Vordergrund (und nicht die Fitness oder Schönheitsaspekte)
  4. Die Übungskontrolle und das Verständnis für den „Sinn“ der Übungen ist wesentlich besser.

 

Deine Gesundheit nehmen wir persönlich!

Dein AproPhysio-Team

By |Juni 25th, 2018|Categories: Allgemein, Therapie|0 Comments

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